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Drahtgewebe im Labor: Zähigkeitstest, Filter und Boden für einen Schüttschichtfilter

Aktualisiert: November 2026

Kurz zusammengefasst
– Ein studentisches Biolabor setzt Edelstahl-Drahtgewebe gleich dreifach ein: für Tests zur Zähigkeit, zum Filtern und als Boden eines Schüttschichtfilters.
– Besonders hilfreich fand der Kunde unsere Hinweise zum Schneiden, Biegen und zum Rostverhalten.
– Verwendet wurden drei feine V4A-Gewebe: 0,125 mm, 0,15 mm und 0,25 mm Maschenweite.

Drahtgewebe aus Edelstahl ist im Labor ein echtes Allround-Material. Es lässt sich zuschneiden und formen, hält Flüssigkeiten und Reinigung aus und ist in vielen Maschenweiten erhältlich. Ein Kunde aus einem studentischen Biolabor hat uns erzählt, wofür er unser Gewebe in seinem Projekt nutzt. Seine Rückmeldung: Die Tipps zum Schneiden, Biegen und Rostverhalten haben ihm sehr geholfen. Grund genug, diese Tipps hier für Sie zusammenzufassen.

Das hat der Kunde verwendet
Werkstoff: Edelstahl-Drahtgewebe V4A (1.4401)
Maschenweiten und Drahtstärken: 0,125 mm / 0,08 mm · 0,15 mm / 0,1 mm · 0,25 mm / 0,16 mm
Im Shop (V4A): 0,125 mm · 0,15 mm · 0,25 mm

Drei Einsätze in einem Projekt

1. Tests zur Zähigkeit

Im Projekt kam das Gewebe auch für Versuche zur Zähigkeit zum Einsatz. Edelstahl-Drahtgewebe eignet sich dafür gut, weil es sich gleichmäßig verformt und nicht spröde bricht.

2. Filtern

Als Filter trennt das Gewebe Feststoffe von Flüssigkeiten. Die Maschenweite bestimmt, was zurückbleibt. Edelstahl lässt sich nach dem Einsatz gut reinigen und wiederverwenden.

3. Boden für einen Schüttschichtfilter

Bei einem Schüttschichtfilter liegt ein körniges Material – etwa Sand, Kies oder Granulat – als Schicht im Filter. Das Wasser oder die Lösung läuft hindurch. Das Drahtgewebe bildet den Boden: Es trägt die Schüttung und lässt die Flüssigkeit ablaufen.

Praxistipps für den Laboreinsatz

Drei Maschenweiten – wofür welche?

Der Kunde hat drei feine Gewebe gekauft: 0,125 mm (0,08 mm Draht), 0,15 mm (0,1 mm Draht) und 0,25 mm (0,16 mm Draht). So eine Abstufung ist im Labor praktisch. Sie können damit vergleichen, welche Maschenweite für Ihre Probe am besten passt.

  • 0,25 mm Maschenweite ist die gröbste der drei. Sie lässt Flüssigkeit am schnellsten durch und eignet sich gut als Boden unter einer feinen Schüttung.
  • 0,15 mm Maschenweite liegt dazwischen.
  • 0,125 mm Maschenweite hält die feinsten Partikel zurück, lässt Flüssigkeit aber langsamer durch.
  • Der Kunde hat V4A gewählt. Dieselben Maschenweiten gibt es auch in V2A, wenn Sie kein Chlorid oder Salzwasser im Spiel haben.

Faustregel für den Boden eines Schüttschichtfilters: Die Masche sollte kleiner sein als das kleinste Korn der Schüttung.

Schneiden
– So feine Gewebe wie 0,125 bis 0,25 mm schneiden Sie mit einer scharfen Schere. Eine Blechschere brauchen Sie dafür nicht.
– Kleben Sie die Schnittlinie vorher mit Klebeband ab. So franst das Gewebe weniger aus.
– Sie können das Gewebe auch gleich passend bestellen: Wir schneiden millimetergenau nach Ihren Maßen zu.

Biegen
– Biegen Sie das Gewebe über eine feste Kante, etwa eine Tischkante oder ein Stück Flachstahl.
– Feine Gewebe mit dünnem Draht lassen sich leicht von Hand formen, zum Beispiel zu einer Schale oder einem Einsatz für ein Rohr.
– Als Filterboden einen Rand von einigen Millimetern umbiegen. Das macht den Boden steifer und die Kante sicherer.

Edelstahl und Rost
– V2A (1.4301) rostet in Wasser, normaler Luft und den meisten Lösungen nicht.
– Bei Salzlösungen, Chloriden oder Meerwasser ist V4A (1.4401) die bessere Wahl. Es enthält zusätzlich Molybdän und ist dort beständiger.
– Kleine Rostpunkte kommen oft nicht vom Gewebe, sondern von Werkzeug: Wer mit einer normalen Stahlbürste oder einer Schere aus einfachem Stahl arbeitet, kann Eisenabrieb übertragen. Saubere Werkzeuge verwenden.

Ehrlich gesagt: Wann etwas anderes besser passt
– Muss der Boden eine schwere oder hohe Schüttung tragen, gibt ein feines Gewebe nach. Legen Sie dann ein punktgeschweißtes Gitter als Stütze darunter und das feine Gewebe obendrauf.
– Für sehr feine Trennungen unter etwa 0,075 mm ist ein Drahtgewebe nicht mehr das richtige Mittel. Hier kommen Membran- oder Papierfilter zum Einsatz.

Alle Maschenweiten finden Sie in unseren Kategorien V2A Drahtgewebe und V4A Drahtgewebe.

Häufige Fragen

Welches Drahtgewebe eignet sich als Boden für einen Schüttschichtfilter?

Eines, dessen Maschenweite kleiner ist als das kleinste Korn der Schüttung. Unser Kunde hat dafür feine Gewebe zwischen 0,125 und 0,25 mm verwendet. Bei schweren Schüttungen legen Sie ein Schweißgitter als Stütze darunter.

Rostet Edelstahl-Drahtgewebe im Labor?

V2A rostet in Wasser und den meisten Lösungen nicht. Für Salzlösungen und Chloride empfehlen wir V4A. Rostpunkte kommen meist von Werkzeug aus einfachem Stahl.

Kann ich kleine Zuschnitte für Versuche bestellen?

Ja. Wir schneiden nach Ihren Maßen zu. Zuschnitt und Verpackung kosten 6 € pro Stück, der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei.


Sie planen ein eigenes Laborprojekt? Rufen Sie mich gern an oder schreiben Sie mir. Ich helfe Ihnen bei der Auswahl der passenden Maschenweite.

Mijo Ilic
Tel. 02204 959359 · Kontakt